Kiwi-Jump ist endgültig Vergangenheit

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Kiwi-Jump in Salzbergen ist Vergangenheit

Seit Ende vergangenen Jahres hat der Trampolinpark Kiwi-Jump in Salzbergen geschlossen. Die einstige Betreiberin erhebt Vorwürfe gegenüber der Gemeinde Salzbergen, keine Hilfe erhalten zu haben. Jetzt meldet sich Bürgermeister Andreas Kaiser zu Wort.

Mitte Dezember 2019 kündigte Claudia Preston auf der Internetseite des Trampolinparks an, den Betrieb zeitweilig zu schließen. Sie sprach von „höherer Gewalt“, betonte dabei jedoch immer, dass nicht eine mangelnde Akzeptanz durch die zumeist jugendliche Kundschaft der Grund dafür sei, gerade im Weihnachtsgeschäft den Trampolinpark zu schließen.

Schwere Erkrankung

Doch ein Blick auf die Internetseite des Betriebes zeigt: Aus der „vorübergehenden Schließung“ ist eine „dauerhafte Schließung“ geworden. „Aufgrund einer schweren Erkrankung“ habe sie den Geschäftsbetrieb bis auf Weiteres einstellen müssen, schreibt Preston und nennt auch einen familiären Hintergrund als Grund für die Geschäftsaufgabe.

Preston hatte das Kiwi-Jump im Juli 2018 im Gewerbegebiet Holsterfeld eröffnet. Auf 3000 Quadratmetern gab es für die Besucher zahlreiche Sprungmöglichkeiten. Dafür hatten Preston und ihr Ehemann Neil Preston eigener Aussage nach damals einen „oberen sechsstelligen Betrag“ in die Hand genommen, um einen „Openjump“-Bereich in der Kinderspielhalle Jelly Beans eröffnen zu können, die das Paar 14 Jahre lang betrieb.

Nicht nur mit dem Jelly Beans ist seit 2018 Schluss, nun auch mit dem Nachfolger Kiwi Jump und offenbar auch mit einer Zusammenarbeit zwischen den Eheleuten Neil und Claudia Preston. Denn Mitte Dezember sagte Neil Preston plötzlich gegenüber der „Münsterländischen Volkszeitung“, dass er mit dem Kiwi-Jump nichts zu tun habe. Ziel einer Sabotage.

Nach Aussage des Bowling-Center-Geschäftsführers war der Betrieb Mitte Dezember – also zum Zeitpunkt, als das Kiwi-Jump geschlossen wurde – sogar Ziel einer Sabotage geworden. Bargeld, Kartenlesegeräte, Software für die Bahnsteuerung und Musikanlagen seien gestohlen worden, sogar die Schlösser seien ausgetauscht worden. Schnell hatte man damals die Schäden behoben, das Bowlingcenter wurde wieder geöffnet, anfangs mit Einschränkungen.

Anders nun beim Trampolinpark: Er ist geschlossen und wird auch so bald nicht wieder öffnen. „Ein Entgegenkommen der Vermieterin ist nicht zu erwarten, auch eine erbetene Unterstützung von der Gemeinde Salzbergen und dem zuständigen Bürgermeister in Richtung Übernahme Dritter, um diese tolle Freizeitsportanlage in Salzbergen zu erhalten, blieb bislang ergebnislos“, schreibt Claudia Preston.

Diese Vorwürfe will Bürgermeister Andreas Kaiser nicht einfach so stehen lassen. Laut seiner Aussage ist die Eigentümerin des Gebäudes in ihrer Entscheidung frei, wie und an wen sie ihr Objekt verpachtet. „Seitens der Gemeinde wurde mehrfach versucht, zwischen den beiden Parteien zu vermitteln, und es wurden von uns mehrere Kontakte von Interessenten für einen Weiterbetrieb der Halle in der jetzigen Form an die Verpächterin weitergeleitet“, betont Kaiser.

Er wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Die Aussage der Betreiberin Claudia Preston, dass die Gemeinde Salzbergen nicht die erbetene Unterstützung gewährt hat, trifft somit definitiv nicht zu.“Folgenutzung unklar

Auch seitens der Gemeinde sei die Schließung des Kiwi-Jump im Industriegebiet Holsterfeld ausdrücklich bedauert worden. „Aus touristischer Sicht hat die Freizeitsportanlage neben dem Bowling-Center als Indoor-Angebot zu einer Aufwertung insgesamt beigetragen und erfreute sich großer Beliebtheit“, sagt Salzbergens Bürgermeister.

Wie die Folgenutzung des Gebäudes aussieht, ist weiterhin unklar.

Quelle: www.salzbergen.de


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