Unternehmen zahlen für schnelleres Bauen

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Kürzere Bauzeit an A30 und B70 in Salzbergen und Rheine?

grafik b70neuBis Dezember sollte der Ausbau des Knotenpunktes A 30/B 70 an der Grenze von Rheine und Salzbergen ursprünglich dauern. Unternehmen boten Geld, damit’s schneller geht. Dieser Plan scheint aufzugehen.
Christian Müller vom Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen NRW) erklärte vor Ort Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, welche konkreten Maßnahmen geplant sind und warum die Arbeiten entgegen den ersten Planungen wahrscheinlich schon Mitte September abgeschlossen werden können.
„Die Verkehrssituation an diesem Knotenpunkt war unerträglich“, begründete Müller die Notwendigkeit des Ausbaus. Täglich würden 20 000 Fahrzeuge, davon 15 Prozent Schwerlastverkehr, den Knotenpunkt durchfahren. In Spitzenzeiten habe es dort bis zu 1,5 Kilometer lange Rückstaus gegeben.

Enorme Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer

Die Baumaßnahme und die damit verbundenen Sperrungen bedeuteten eine enorme Einschränkung für die Verkehrsteilnehmer. „Deshalb haben wir schon in die Ausschreibung eine Sieben-Tage-Woche und die volle Ausnutzung des Tageslichtes als Bedingung aufgenommen“, sagte Müller. So sollte der Zeitraum der Einschränkung möglichst klein gehalten werden.

Müller erläuterte, dass die B 70 in beiden Fahrtrichtungen einen zusätzlichen Geradeausfahrstreifen erhalte. Der Venhauser Damm werde so verbreitert, dass der jetzige gemeinsam geführte Geradeaus- und Linksabbiegestreifen getrennt werden könnten. Die gegenüberliegende Ausfahrt von der A 30 (Anschlussstelle Süd) erhalte einen eigenen Fahrstreifen für den Geradeausverkehr auf den Venhauser Damm.

Weiter werde die Ausfahrt von der A 30 Richtung Amsterdam (Anschlussstelle Nord) verbreitert. Hier würden zukünftig zwei Linksabbiegestreifen zur Verfügung stehen. Zusätzlich würden neue Lärmschutzwände errichtet sowie der Geh- und Radweg im Bereich der Anschlussstelle auf 2,50 Meter verbreitert. „Als Ausgleich für die zusätzlich versiegelten Flächen, sie sind kleiner als ein Hektar, erfolgt eine Neuanpflanzung“, versicherte Müller.

Die Baumaßnahme kostet laut Müller rund 2,5 Millionen Euro, die größtenteils vom Bund getragen würden. die Stadt Rheine zahle für die Verbreiterung des Venhauser Damms rund 200 000 Euro. „Hinzu kommt ein sechsstelliger Betrag, den rund 40 Unternehmen direkt an die Baufirma Gieseke aus Rheine zahlen, damit diese das Projekt schneller als ursprünglich geplant abschließt“, sagte Müller.


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